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Samstag, 29. September 2012

Eine Hanse-Kogge in 1:72 lernt das Segeln

Die Zvezda - Hanse-Kogge Maßstab 1:72 - RC-fähig

Ein kleiner Traum wurde wahr, ich freue mich dieses Bau und Bemalungsprojekt vorstellen zu können.

Im Internet habe ich einen Bericht über Modellbauschiffe gesehen, der Umbau eines normalen Modellbauschiffes zu einem RC-fähigen Modell. Dieser hatte mich genügend angespornt um endlich einen Bausatz welchen ich vor 2 Jahren in einem Schweriner Kaufhaus erstanden habe anzugehen.

Es handelt sich hierbei um die Zvezda-Kogge


Vorteile des Schiffes sind, dass der untere Rumpfteil einteilig, der komplette Rumpf dreiteilig ist, es ist genügend Stabilität vorhanden und genügend Freiraum um jegliche Technik unterzubringen.

Zusammenbauen, abdichten, noch einmal mit Leim drüber gehen und den ersten Badewannentest durchführen.




Innen noch einmal verklebt, außen wurde der Schlitz zwischen den einzelnen Rumpfteilen "verspachtelt."
Ich habe es mit Magic Sculp verschlossen, Green Stuff geht sicherlich ebenso.
Sogar der große herkömmliche Nimh-Akku hat genügend Platz.

Das noch nicht eingesetzte unbehandelte Deckteil liegt daneben.



Ein großer Teilschritt später, im Decksteil selbst habe ich ein viereckiges Stück ausgeschnitten, am besten nicht kaputt machen um es später wieder einsetzen zu können.

Hinzugekommen sind ein 12V-Motor für Modelleisenbahnen, bestellt beim großen C. Da ich nicht riskieren wollte das die Kogge sofort einen Schiffsbruch erleidert.^^

Mit einer Gummikupplung an eine Welle von Graupner befestigt + 20mm Schiffsschraube.

Ansonsten eingebaut, ein herkömmliches Servo, auf dem Bild noch nicht fest verbaut, sowie ein Empfänger und ein Fahrtregler. Beim Fahrtregler hatte ich noch einen normalen von Tamiya übrig. 

Die Fernsteuerung selbst ist eine 40Mhz Hitec Agressor Pistolenfernbedienung. Sie tut gut ihren Dienst, da das Schiff nicht real segelt sondern motorbetrieben und lediglich nur noch gelenkt werden muss.


Weiter geht's


Schöne Ansicht von oben, die beiden Kastelle sind bereits gebaut, sowie der Hauptmast gesetzt.
Blick in das Innere, vordere Ladeluke beinhaltet den Ein/Aus-Schalter, zusehen ist auch ein wenig der Tamiya-Fahrtregler.

Im großen Decksausschnitt sieht man den roten Empfänger, den kleinen Motor samt Kupplung und Welle, der Akku darunter.

Der Akku ist übrigens so eingebaut das ich ihn durch die Öffnung direkt an die unterste Stelle schieben kann, links und rechts wird er mit einem Stück Styropor in der richtigen Position gehalten.



Unten die 20mm Schiffsschraube. Dadurch passt das Original-Ruder nicht mehr, ich habe mit zwei Plastikstreifen dieses verlängert und anschließend mit Holzstreifen beklebt damit es optisch zusammen passt.
Die Testanlenkung noch mit "Seemanns"-Garn....


Die Masthalterung.
Bedenken vieler fachkundiger Modellbauer ist, da dieser Schiffsbausatz nicht zum Segeln ausgelegt wurde das bei einer Windböe dieser abbrechen könnte, viell. sogar das Schiff zum kentern bringen täte.

Im Mast selbst (da dieser aus zwei Teilen besteht, erst verklebt werden muss und zu dem innen hohl ist) habe ich einen Holzstab integriert, damit sollte die Plastik schon etwas abkönnen. Außerdem die Vorsichtsmaßnahme mit den beiden Metallhaltern.



Schön zu sehen die vordere Ladeluke, ein kleiner Messingring ermöglicht das einfache Öffnen und Schließen.
Der Ein/Aus-Schalter ist praktisch erreichbar.... ebenso der Tamiya-Stecker des Akkus falls man diesen direkt laden möchte.

Ist eben eine richtige Ladeluke ^^







Den hinteren Teil habe ich beweglich gestaltet, damit ich gut an den Ausschnitt und zum Akku komme, sowie  der Servo erreichbar bleibt. Schön zu sehen wie sich auch die Antenne nach oben schlängelt.

Dieser bewegliche Teil hat sich später als äußerst sinnvoll herausgestellt, wer diese Kogge nachbauen möchte sollte es zumindest in Erwägung ziehen.



Die ersten Bemalungsschritte.
Ich habe GW-Farben genommen da ich das Schiff sowieso später 2x mit Mattlack versiegeln wollte.

Mein Holz:
Scorched Brown
Bestial Brown
Snakebit Leather
Bleached Bone
Badas Black

+ 2x Mattlack

Wenn man sich neu gebaute Koggen wie die Poeler Kogge Wissemara anschaut wird man merken das der Farbton des Holzes von dunklem Braun-Schwarz reicht.


Die komplette Seitenansicht.


Leider sind die Bilder bis zum nächsten Baustand spurlos verschwunden^^
Nein so war es nicht ganz, ich habe so intensiv an dem Schiff gearbeitet das ich vergaß Bilder zu machen und gleich fast bis zum Ende durchgearbeitet habe.

Was ist alles passiert?
Takelage wurde wie auf dem Bauplan gelegt.
Die letzten Malarbeiten abgschlossen, Klarlack ordentlich durchgetrocknet.
Ein Segel habe ich mit unzureichenden Nähkünsten selbst entworfen. Das Plastiksegel aus dem Bausatz macht zwar einen guten Eindruck, jedoch nur als Vitrinenmodell. Für draußen ist es absolut nicht geeignet.

Falls jemand Fragen hat bezüglich den Bauphasen kann er mir gern schreiben!


Die Jungfernfahrt

Einen richtigen Namen hat sie noch nicht aber ich konnte es nicht lassen Sie endlich in See stechen zu lassen.
Damit ist bewiesen das die Hanse auch einmal bei uns tätig war.... und das sogar ohne Meeranbindung.^^


Die ersten vorsichtigen Manöver, ein letzter Badewannentest fiel aus.
Mut zum Risiko war hier die Devise und ein Schiff gehört eben in's Wasser!



Auf zu unerforschten Gebieten!
Eines meiner Lieblingsbilder.





Damit ist klar, der Bausatz von Zvezda ist sehr gut für ein historisches RC-Modell geeignet, ob dies auch mit Segelmanövern klappt kann ich jedoch nicht sagen.

Neben der normalen Hanse-Kogge bietet Zvezda auch die Kreuzfahrer-Kogge an.
Da die Rumpfteile identisch sind würde ein Umbau auch da funktionieren.

Der Bausatz ist äußerst stabil, die Rumpfteile sehr dick, ich schätze er ist wie das Original einst war, ein Erfolgsprojekt.


Das erste Video mit nachbearbeiteter musikalischer Unterstützung:


klick>>>> Die Jungfernfahrt <<<<klick



Was nun noch folgt?

-Momentan sitze ich an dem Umbau und der Bemalung für die Besatzung.

-Außerdem sind noch einige "Törns" geplant.

-Die dekorativen Schilde mit denen Koggen gern versehen wurden sind ebenso noch nicht fertig gestellt, da werden wir noch einen Decalbogen erstellen und diese auf die Originalschilde welche dem Bausatz beiliegen anwenden.
Später wird der Bogen dann auch in unserem Shop erhältlich sein.

Mittwoch, 26. September 2012

Auf alten Fregatten lernt man das ...

Hier ist das erste Projekt was ich vorstellen möchte: Aufbau Odyssey I von ThunderTiger

Und zwar wie ich einem alten betagten Segel-Schiff wieder neues Leben eingehaucht habe ohne in absolute Geldnot zu geraten. Dafür gibt es aber auch eine Menge zu tun.

Leider ist der Sommer vorbei aber dennoch habe ich dieses Segelschiff in Angriff genommen.
Gefunden bei ebay-Kleinanzeigen, wie ersichtlich ein Fall für die Werft!

Der ausgepackte Zustand:




Phase 1

Vorarbeiten

Komplett blaues Segelschiff? Nein das gefällt mir nicht, daher runter mit der Farbe und schmirgeln ist angesagt. Bis dato wußte ich nicht wie extrem hartnäckig diese Farbe ist. Nun gut.... später ist man Klüger.

Leider gibt es von der Arbeit keine Bilder, ich kann aber sagen die Hände waren stets blau.
Im Baumarkt habe ich dann 3 Dosen Buntlack gekauft, 2 in 1. Sprich Grundierung + Farbe, Wetter und Stoßfest.

Phase 2

Die Bemalung

Schwarz, Weiß und Grün wurden jeweils getrennt voneinander über den Rumpf gepinselt. Dabei habe ich mit normalen Malerklebeband die Flächen voneinander getrennt.
Da Yachten immer so schöne Holzdekore / Decks besitzen habe ich mich entschlossen dünne Holzleisten welche günstig bei einem bekannten Online-Auktionshaus angeboten werden auf dem Deck anzubringen.

Insgesamt haben die Arbeiten 1 Tag gedauert und die Ergebnisse sehen momentan so aus:



Die Anbringung des Logos und des Schriftzuges konnte ich mir nicht verkneifen.^^

Phase 3

Ansteuerung

Im Modell waren bereits zwei Servos verbaut, jedoch müssen die Seile neu verlegt werden.

Jeweils vorn und hinten schaut ein Seil aus dem Rumpf welches später das Segel straff zieht.



Momentan wird die Ansteuerung noch zu Ende gebaut und getestet. Sollte demnächst noch Zeit und schönes Wetter bestehen gibt es viell. auch schon den ersten spontanen Segeltörn.